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  • UKW-Streit: Annäherung zwischen Antennenbesitzern und Sendernetzbetreibern
    Die Bundesnetzagentur erhöht den Druck, um die drohende Abschaltung der UKW-Übertragung zu verhindern. Die Bonner Marktaufsicht hat dazu laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) ein Eilverfahren gegen die neuen Eigentümer der UKW-Antennen eröffnet. Damit könnten diese notfalls gezwungen werden,ihre Anlagen für eine Fortsetzung des Sendebetriebs bereitzustellen.

    Unter Moderation der Beschlusskammer 3 der Bundesnetzagentur haben in den vergangenen Wochen intensive Verhandlungen zwischen den bedeutendsten UKW-Antennenerwerbern auf der einen Seite und den Sendernetzbetreibern Divicon GmbH beziehungsweise Uplink GmbH auf der anderen Seite stattgefunden. Ziel dieser Bemühungen der Bundesnetzagentur sei es, den teils öffentlich ausgetragenen Streit über die künftige Nutzung der erworbenen UKW-Antennen zu befrieden. Die Gespräche hätten in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden und am vergangenen Donnerstag zu ersten Ergebnissen geführt. Dies teilte die Bundesnetzagentur per Mail den Branchenbeteiligten mit, wie die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) berichtet.

    Die Idee hinter den Gesprächen sei offenbar, eine dauerhafte und stabile wirtschaftliche Einigung unter allen Beteiligten zu erreichen. Die Situation sei inzwischen so verworren, dass eine Regulierung zwar möglich sei, für alle Beteiligten aber ein Risiko beinhalte, dass nicht nur im Bezug auf den Inhalt der Regulierung bestehe, sondern auch auf den Ausgang mit Sicherheit erwartbarer Gerichtsverfahren.

    An den Gesprächen seien dem Vernehmen nach neben den fünf Erwerbern von UKW-Infrastruktur und Divicon sowie Uplink auch andere entscheidende Marktbeteiligte beteiligt. Im politischen Jargon gesprochen, führe die Bundesnetzagentur laut APR gerade so etwas wie "Beichtstuhlgespräche". Jeder solle ein Stück nachgeben, sodass am Ende etwas Tragfähiges und Befriedendes dabei herauskommt.

    Gegenwärtig führen Divicon und Uplink Gespräche mit ihren Kunden, um denen zu erläutern, welche Änderungen der geschlossenen Verträge diese erwarten würde. Die Entscheidung über eine Beteiligung an einer solchen Lösung habe jedes Unternehmen für sich selbst zu treffen. Allerdings scheine es so zu sein, dass nur eine Lösung unter allen Beteiligten tragfähig ist. Die Bundesnetzagentur jedenfalls mache Druck und setze der Branche eine Frist. www.privatfunk.de


    Mon, 04. Jun 2018




 
   
 
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