• Rolle rückwärts: UKW-Abschalttermin wieder aus Koalitionsvertrags-Entwurf gestrichen
    Heute haben sich CDU und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Nun müssen die SPD-Mitglieder noch dem Papier zustimmen. Eine Mehrheit ist alles andere als sicher.

    Ein sehr stark polarisierendes Medien-Thema wurde unterdessen wieder aus dem Vertragswerk gestrichen: Die Festlegung auf einen UKW-Abschalttermin während der kommenden Legislaturperiode. Statt dessen heißt es nun wörtlich: "Wir werden die Regelungen zur Interoperabilität in § 48 Telekommunikationsgesetz (TKG) angesichts der veränderten Anforderungen an den digitalen Hörfunk weiterentwickeln, um das Digitalradio als niedrigschwelliges Medium zu stärken. Wir werden unter Einbeziehung aller Akteure im Digitalradio Board Maßnahmen entwickeln, um die Digitalisierung des Hörfunks weiter voranzutreiben".

    Gegen einen festen UKW-Abschalttermin sind vor allem die großen Privatradios Sturm gelaufen: Sie lehnen einen Umstieg auf das digital-terrestrische Radio DAB+ ab, weil sie Reichweitenverluste fürchten. Laut diverser Umfragen in unterschiedlichen Medien will auch die große Mehrheit der Bundesbürger die UKW-Geräte behalten, obwohl DAB+ mehr Programme und oft einen besseren, rauschfreien Empfang gewährleistet.


    Wed, 07. Feb 2018




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