• BR-Rundfunkrat genehmigt Jahresabschluss und Wirtschaftsrechnung
    Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks (BR) hat in seiner Sitzung am 13. Juli 2017 den Jahresabschluss und die Wirtschaftsrechnung 2016 genehmigt. Im Ergebnis schlie├čt der Bayerische Rundfunk f├╝r das Jahr 2016 mit einen ├ťberschuss von 41,5 Mio. Euro ab. Diese erhebliche Verbesserung ist insbesondere auf umfangreiche Sparanstrengungen im BR sowie eine gesetzliche ├änderung des Bewertungszinssatzes f├╝r die Altersversorgungsr├╝ckstellungen zur├╝ckzuf├╝hren, die im Vorjahr noch f├╝r den ausgewiesenen Fehlbetrag verantwortlich waren.

    Die Gesamtertr├Ąge in der Gewinn- und Verlustrechnung 2016 belaufen sich auf 1.077,3 Mio. Euro und liegen damit geringf├╝gig ├╝ber Vorjahresniveau. Die verwendbaren Ertr├Ąge aus dem Rundfunkbeitrag stagnieren dagegen auf dem Niveau des Jahres 2009. Die Mehrertr├Ąge, die sich aus der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag im Vergleich zur fr├╝heren Rundfunkgeb├╝hr ergeben haben, stehen den Rundfunkanstalten nach Vorgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) nicht zur Verf├╝gung und m├╝ssen auf einem Sonderkonto zur├╝ckgelegt werden. Neben der Sperrung von Beitragsmehreinnahmen macht den Rundfunkanstalten zudem die fehlende Beitragsanpassung zu schaffen: So wurde der Rundfunkbeitrag nach sechs Jahren ohne Erh├Âhung am 1. April 2015 sogar um 48 Cent auf monatlich 17,50 Euro gesenkt.

    Vor dem Hintergrund der allgemeinen Teuerung musste der BR daher seinen eingeleiteten Sparkurs auch im vergangenen Jahr konsequent weiterf├╝hren, um den Kaufkraftverlust abzufedern. Dank weiterer Einschnitte konnten die Aufwendungen mit 1.035,8 Mio. Euro unter Vorjahresniveau gehalten werden. W├Ąhrend die Aufwendungen f├╝r die Pensionsverpflichtungen um 126,3 Mio. Euro oder 88,7 Prozent gesunken sind, erh├Âhten sich die Programm- und Sachkosten um 13,2 Mio. Euro oder 1,9 Prozent. Die h├Âheren Kosten in den Programm- und Sachaufwendungen gegen├╝ber dem Vorjahr sind vor allem auf die Sportgro├čereignisse wie die Fu├čball-Europameisterschaften und die Olympischen Sommerspiele zur├╝ckzuf├╝hren. Die Mehrbelastungen durch diese Veranstaltungen konnten durch die eingeleiteten Einsparma├čnahmen abgefedert werden. In der Altersversorgung wirkte sich neben den tarif- und sozialversicherungsrechtlichen Anpassungen vor allem die bereits erw├Ąhnte gesetzliche ├änderung des Bewertungszinssatzes von 3,89 Prozent auf 4,01 Prozent aufwandsmindernd aus.

    Das Ergebnis zeigt, dass der bereits 2014 eingeleitete Konsolidierungskurs Fr├╝chte tr├Ągt. Die Beitragsperiode 2013-2016 kann dadurch mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen werden.

    Mit Blick auf die weiterhin stagnierenden Beitragsertr├Ąge und die anhaltenden Teuerungen bleibt die Lage allerdings angespannt: F├╝r 2017 plant der BR abermals mit Einsparungen von rund 20 Mio. Euro. Ziel ist, auch die neue Beitragsperiode 2017-20 trotz der eingefrorenen Mehrertr├Ąge mit einem ausgeglichenen Ergebnis abzuschlie├čen ÔÇô weitere Sparma├čnahmen wurden deshalb bereits auch f├╝r die Folgejahre angek├╝ndigt. www.br.de


    Fri, 14. Jul 2017




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