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Eutelsat bestreitet Anschuldigungen in Bezug auf unzulässige Geschäftspraktiken
Im Gegensatz zu durch den öffentlich-rechtlich georgischen Sender GPB aufgestellten Behauptungen erklärt Eutelsat nochmals, das zwischen GPB und Eutelsat kein Vertrag wirksam wurde. Eutelsat erklärt zudem, das man in seinen Handlungsweisen nicht auf politischen oder ideologischen Druck reagiert und seine Tätigkeiten nach rein wirtschaftlichen und geschäftlichen Grundprinzipien ausübt.
Im Zuge seiner Geschäftstätigkeiten führt Eutelsat nach eigener Darstellung Verhandlungen mit seinen Kunden, um den größtmöglichen Einsatz seiner Satelliten sicherzustellen. Eutelsat bestätigt, das im Vorfeld der Inbetriebnahme des Satelliten W7 Verhandlungen mit zahlreichen Kunden stattfanden, die alle an der gleichen Kapazität auf diesem Satelliten interessiert waren. Bei der Zuteilung dieser Kapazitäten hat sich Eutelsat nach einer festen Zusage der Abnahme einer signifikant höheren Kapazität, als die durch den georgischen Sender nachgefragte, für ein europäisches Telekommunikationsunternehmen entschieden.
Eutelsat hat GPB entsprechend darüber informiert, das die auf dem Satelliten W7 offerierte Lösung nicht länger zur Verfügung steht und das man den Bedarf von GPB über einen anderen Satelliten der Flotte mit Namen W2A befriedigen kann. Der Satellit W2A bietet eine bessere Abdeckung Georgiens und des westlichen Russlands als W7, ist leistungsstärker und ermöglicht den Empfang von TV-Programmen bereits mit Satellitenantennen mit einem Durchmesser von 80 Zentimeter im Gegensatz zum Satelliten W7, für dessen Empfang Antennen mit einer Durchschnittsgröße von mindestens einem Meter benötigt werden.
Beide Angebote vergleichend, fechtet Eutelsat fest die Behauptungen von Vertretern des Senders GPB an, die beanstanden, das der Satellit W7 den Vorteil bietet, das bereits viele Verbraucher ihre Satellitenantenne für den Direktempfang wichtiger russischer Pay-TV-Plattformen darauf ausgerichtet haben. Eutelsat spezifiziert, das russische TV-Plattformen mit Kapazitäten mit zirkularer Polarisation übertragen, für die Endverbraucher Empfangsequipment benötigen, das nicht kompatibel für den Empfang von TV-Programmen ist, die in linearer Polarisation übertragen werden, wie im allgemeinen im restlichen Europa und in Georgien üblich. Zuschauer müssen daher, abhängig vom gewünschten Dienst, entweder den einen oder beide Empfangsgerätetypen erwerben.
Das GBP ursprünglich von Eutelsat vorgelegte Kapazitätsangebot nutzt die lineare Polarisation, wie es auch der Fall für das Angebot auf dem Satelliten W2A ist. Dies bedeutet, das russische TV-Zuschauer das gleiche Erfordernis haben, ihre Empfangsgeräte zu wechseln oder eine zweite Satellitenantenne zu nutzen, um russische TV-Dienste (zirkulare Polarisation) und den Sender “First Caucasian” (lineare Polarisation) zu empfangen. Das Angebot auf dem Satelliten W2A beinhaltet zudem keine zusätzlichen Auflagen im Vergleich zum ursprünglichen Angebot auf W7.
Letztendlich wünscht Eutelsat es nochmals zu bestätigen, das es zu nicht zur Tätigkeit eines Satellitenbetreibers gehört, Inhalte oder Daten zu kontrollieren, die von Kunden über angemietete Kapazitäten transportiert werden. www.eutelsat.de
Fr, 05. Feb 2010
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