• Umfrage: Große Mehrheit der Bayern gegen UKW-Abschaltung
    Bayern ist das Bundesland, in dem das Digitalradio DAB+ bereits am weitesten fortgeschritten ist. Doch eine Abschaltung des alten, analogen UKW-Hörfunks zugunsten von DAB+ will so gut wie niemand, wie aus einer Umfrage des Privatsenders Antenne Bayern hervor geht. "Soll eine Abschaltung von UKW erzwungen werden?", fragte der Sender. Die Antwort war mehr als deutlich: Gigantische 91,6 Prozent der Befragten sagen "Nein, sie möchten selbst entscheiden, wie sie Radio empfangen". Nur 8,4 Prozent gaben an auf UKW verzichten zu können.

    Bei den Berliner Koalitionsverhandlungen gibt es Bestrebungen, die UKW-Radiofrequenzen abzuschalten (SatelliFax berichtete gestern). Bisherige UKW-Radiogeräte würden dann zu Elektroschrott. Das gilt auch für fast alle Autoradios. Experten sind sich darüber einig, dass eine solche Zwangsmaßnahme noch weit stärkere Proteste in der Bevölkerung hervorrufen könnte als es bei dem Verbot der alten Glühbirnen oder von verbleitem Benzin der Fall war. Beim Radio scheinen offenbar weit mehr Emotionen eine Rolle zu spielen als beim Fernsehen, wo viele die Digitalumstellung ohne Gegenwind mitgemacht haben, oder bei Smartphones, wo eine Neuanschaffung nach zwei Jahren normal ist.

    Es gibt durchaus viele positive Eigenschaften des Digitalradios DAB+ wie deutlich mehr Programme oder Rauschfreiheit. Es mit Zwang einführen zu wollen, dürfte jedoch der falsche Weg sein, denn so gerät die Technologie eher in Misskredit. Vor allem bei denjenigen, welche die Vorzüge von DAB+ noch nicht kennengelernt haben. www.antennebayern.de


    Fri, 02. Feb 2018




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