• Verbraucherzentrale Südtirol warnt Politik vor Umstieg auf DAB+
    Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) warnt laut einer Mitteilung vor einem Ausstieg aus der analogen UKW-Technik und einem Umstieg auf DAB+. Im vergangenen Jahr hat die öffentlich-rechltiche Rundfunk Anstalt Südtirol (RAS) aus Kostengründen damit begonnen, UKW-Sendeanlagen abzuschalten. Gleichzeitig wurden die DAB+-Netze ausgebaut.

    Digital-terrestrisches Radio sei aber laut den Verbraucherschützern "nicht zwingend immer besser als analoges Radio. Denn auch die Umstellung bringt einige Herausforderungen mit sich, die noch nicht gänzlich gelöst sind, so zum Beispiel die geringere Reichweite". Die Politik in Europa habe sich zudem nicht eindeutig zum Digitalradio bekannt, somit sei fraglich, ob es sich überhaupt durchsetzen wird. "Nicht wenige Stimmen setzen im Streit zwischen DAB+ und UKW auf Internet. Die Streams erreichen eine ähnliche Qualität wie DAB+ und teils besser. Und man empfängt weltweit. Gerade wenn man in Südtirol die Breitbandinfrastrukturen mit öffentlicher Unterstützung massiv ausbaut, ist zu überlegen, ob hier nicht doppelt gemoppelt wird”, schreibt die VZS.

    Die Verbraucherzentrale mahnt die Verantwortlichen in der Landesregierung und bei der RAS hier zu einem vorsichtigen und nicht zu enthusiastischem Vorgehen: „Man kann von den Endverbrauchern nicht verlangen, dass sie für jede Technikgeneration ein neues Gerät kaufen". Möglicherweise stehe mit 5G schon bald wieder ein neuer, noch besserer Standard in den Startlöchern. "Bis Gewissheit herrscht sollte eine flächendeckende Versorgung mit UKW-Sendeanlagen auf absehbare Zeit weiterhin garantiert und die Entscheidungsfreiheit der VerbraucherInnen respektiert werden. Vor allem für ältere Menschen ist derzeit eine erzwungene Umstellung anstrengend, aufwendig und im Grunde genommen unzumutbar.“


    Wed, 24. Jan 2018




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