• DRM-Test in Burg wird beendet - kein Regelbetrieb wegen geringer Empfängerzahl
    In Sachsen-Anhalt endet jetzt ein Projekt für die digitale Mittelwelle im DRM-Modus. Die Leistungsfähigkeit des DRM-Systems im Mittelwellenbereich, speziell bei Nachtausbreitung, konnte in der Vergangenheit nur sehr wenig untersucht werden, weil keine geeigneten Sendeanlagen verfügbar waren. Der Sender in Burg bot mit einer hohen Sendeleistung von 100 kW in Kombination mit einer steilstrahlenden Antenne optimale Voraussetzungen für den technischen Versuch. In einem Gemeinschaftsprojekt von oldiestar*, der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, Voice of Russia, MEDIA BROADCAST GmbH und der University of the Basque Country (Bilbao, Spanien) wurden in den letzten drei Jahren intensive Untersuchungen durchgeführt.

    Das Projekt lieferte wichtige Erkenntnisse sowohl für die Frequenz- und Versorgungsplanung, als auch über die Leistungsfähigkeit von DRM-Empfängern. Gerade letzteres war in der Phase, in der noch wenige Empfänger im Markt sind, wichtig, um rechtzeitig Schwachstellen in den Empfängern erkennen und korrigieren zu können. Vor allem stellen die speziellen Bedingungen bei der Nachtversorgung auf Mittelwelle hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der DRM-Empfänger und sind somit ein wichtiges Kriterium bei den Endgerätetests.

    Es hat sich gezeigt, dass die Reichweite des Senders in Burg bei Nacht weit über die Grenzen von Deutschland hinausreicht. oldiestar*-Geschäftsführer Oliver Dunk: ?Die Ergebnisse der Untersuchungen fließen direkt in die technischen Arbeitsgruppen des DRM-Konsortiums ein und werden insbesondere auch den Empfängerherstellern zur Verfügung gestellt. Erkannte Schwachstellen der Empfänger werden in direkter Zusammenarbeit mit den Herstellern analysiert. Wegen der geringen im Markt befinden Gerätezahl ist ein Regelbetrieb auf der digitalen Mittelwelle derzeit nicht sinnvoll.?


    Do, 30. Apr 2009


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