• Hajo Seppelt reist nicht nach Russland: Risiken für den ARD-Doping-Experten sind zu groß
    Hajo Seppelt wird nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland reisen. Das entschieden ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky und die verantwortlichen Redaktionen in Absprache mit Hajo Seppelt.

    ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky zu diesem Entschluss: „Die Sicherheit von Hajo Seppelt steht bei uns an erster Stelle. Aus diesem Grund haben wir uns nach intensiver Prüfung der Sachlage und unter Berücksichtigung aller Informationen, die uns vorliegen, für diesen Weg entschieden."

    Vorausgegangen war der Entscheidung ein Gespräch von Hajo Seppelt und verschiedenen Vertretern der ARD mit Außenminister Heiko Maas in dieser Woche.

    „Der Außenminister unterstrich, dass sich das Auswärtige Amt gegenüber den Ansprechpartnern in Russland nachdrücklich dafür einsetzt, dass Medien gerade auch während der WM frei und unabhängig ihrer Arbeit nachgehen können. Dies hat das Auswärtige Amt auch in diesem Fall getan. Minister Maas wies aber auf die möglichen Risiken bei einer Reise Herrn Seppelts nach Russland anlässlich der WM hin. Er unterstrich, dass das Auswärtige Amt die Analysen auch der zuständigen Innenbehörden ernst nehmen müsse und mit Blick auf Sicherheitsfragen zu keiner andersgelagerten Einschätzung gelangen könne", so die Sprecherin des Auswärtigen Amts Maria Adebahr.

    Hajo Seppelt: „Ich bedaure die Entwicklung, aber trage die Entscheidung mit. Den Sicherheitswarnungen des Bundeskriminalamtes kann ich mich nicht verschließen. Insgesamt ist es eine besorgniserregende Entwicklung für den Sportjournalismus, wenn die Ausübung des Jobs bei der Fußball-WM mit kaum kalkulierbaren Risiken und womöglich folgenschweren Konsequenzen verbunden ist." www.ard.de


    Thu, 14. Jun 2018




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