• MDR Info, MDR Sputnik und 90elf bauen DAB-Verbreitung aus
    Nach MDR Klassik sind ab sofort zwei weitere Hörfunkprogramme des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) digital über Antenne empfangbar. Dabei handelt es sich um das Nachrichtenradio MDR Info sowie um das Jugendkulturprogramm MDR Sputnik. Diese beiden Programme werden in großen Teilen Sachsens und Thüringens zusätzlich im Standard DAB+ übertragen.

    "In Vorbereitung des für 2011 geplanten Neustarts mit Digitalradio in Deutschland freuen wir uns, in Mitteldeutschland bereits jetzt einen Schritt in diese Richtung gehen zu können. Im Rahmen eines Pilotprojekts nutzt der MDR weitere Kapazitäten und strahlt MDR Info und MDR Sputnik im weiterentwickelten, effizienteren Standard DAB+ aus", so MDR-Hörfunkdirektor Johann Michael Möller.

    Zeitnah werden die zwei Radioprogramme voraussichtlich auch in Sachsen-Anhalt über DAB+ zu hören sein. Für den Empfang ist ein Digitalradio der neuen Generation mit dem Label "DAB+" notwendig.

    MDR Klassik sendet weiterhin in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen digital im herkömmlichen DAB-Standard. Für den Empfang reicht ein älteres DAB-Radio aus. Neuere DAB+-Geräte können Programme im älteren DAB-Standard ebenso empfangen.

    Zeitglich mit der MDR-Aufschaltung ging auch der private Fußballsender 90elf landesweit in Sachsen per DAB+ auf Sendung.

    Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hatte im vergangenen Jahr die Finanzmittel für eine ausschließlich auf DAB+-gestützte Entwicklungsstrategie gesperrt.

    "Trotzdem sieht der MDR - in Abstimmung mit den anderen ARD-Landesrundfunkanstalten - nach wie vor eine realistische Chance für die Einführung der Digitalterrestrik", so der MDR-Hörfunkdirektor. Möller weiter: "Wir setzen unsere Hoffnung auf ein komplementäres Konzept, in dem DAB+ als einer von mehreren Übertragungswegen Berücksichtigung finden könnte. Dieses so genannte Hybridkonzept würde die Vorteile verschiedener Übertragungswege kombinieren: Den mobilen Empfang könnte die Digitalterrestrik übernehmen, den In-House-Empfang würde etwa ein W-LAN-Zugang zum Internet gewährleisten. Die Empfangsgeräte könnten also verschiedene Empfangsquellen miteinander verbinden, ohne dass der Nutzer dies in der Qualität bemerken würde."

    Unter diesem Blickwinkel beabsichtigt die ARD einen neuen Projektantrag bei der KEF einzureichen, um die beschriebene Strategie umzusetzen. Zudem haben die Landesmedienanstalten nach Zuteilung durch die Ministerpräsidenten aller Bundesländer eine medienrechtliche Ausschreibung veröffentlicht, über die im ersten Halbjahr 2010 entschieden werden soll. Angestrebt wird damit die Ausstrahlung sowohl landesweiter als auch bundesweiter digitaler Programme ab dem Jahr 2011. www.mdr.de / www.90elf.de


    Fr, 05. Feb 2010


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